Wo ist Wildcampen in Deutschland erlaubt und was kostet es erwischt zu werden?

Man möchte einfach mal aus dem Alltag ausbrechen, man will raus und etwas erleben. Also nimmt man sich seinen Trekkingrucksack, packt diesen und will losziehen in die weite Welt. Doch hier machen viele bereits den ersten Fehler. Aber warum Fehler? Man hat doch alles, man hat an Wechselkleidung, an einen Wasserfilter, an den Gaskocher, an sein Outdoormesser und auch an sein 1-Mann Zelt gedacht, was sollte also fehlen, wo liegt der Fehler? Das Problem liegt einfach in der Gesetzeslage in Deutschland, denn man darf nicht überall campen. Das Wildcampen in Deutschland ist nicht erlaubt und kostet teilweise sehr hohe Strafen.  Bevor Sie sich in den Wald begeben, sollten Sie also prüfen, wo es auf Ihrer Wandertour geeignete Campingmöglichkeiten gibt. Machen Sie sich aber keine Sorgen, denn es gibt natürlich auch viele Alternativen. In diesem Beitrag möchten wir über das Thema Wildcamping in Deutschland eingehen. 

Zuletzt aktualisiert am 28. November 2022 um 08:40 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was bedeutet Wildcamping – eine kurze Erklärung

Wo ist Wildcampen in Deutschland erlaubt und was kostet es erwischt zu werden?
Wildcampen – Das freie kampieren in der Natur

Wildcamping ist eine Form der touristischen Aktivität, bei der Reisende in natürlichen Gebieten wie Wäldern oder Bergen übernachten. Das Campieren in Zelten in der freien Natur umfasst den Begriff Wildcamping relativ gut. Viele Menschen tun dies, weil sie die Natur auf eine andere Art erleben wollen. Manche nutzen das Wildcampen als günstige Urlaubsvariante. Andere suchen das Abenteuer und sehen es als Herausforderung. Wildes Zelten ist in den meisten Teilen Deutschlands verboten. An manchen Orten ist es jedoch erlaubt. Wenn Sie vorhaben, wild zu campen, müssen Sie wissen, in welchen Gebieten das Übernachten erlaubt ist. Insgesamt gibt einem Wildcampen das Gefühl von Freiheit und Sorglosigkeit, wenn man die Strafe außer Acht lässt. Man ist einfach frei und mit der Natur verbunden.

Ist Wildcampen in Deutschland erlaubt?

Wildcampen ist in den deutschen Bundesländern generell verboten. Das Gesetz ist jedoch von Region zu Region unterschiedlich und dadurch nicht ganz durchsichtig. Sie müssen die Grundstückseigentümer oder die örtlichen Behörden, um Erlaubnis bitten, um legal in der freien Natur mit Ihrem Zelt zu campieren. Wenn Sie keine Erlaubnis haben, müssen Sie mit einer hohen Geldstrafe rechnen. Sie müssen also um Erlaubnis bitten, bevor Sie irgendwo Ihr Lager aufschlagen. 

Aber in der Theorie kann man natürlich in jedem abgelegenen Wald oder Wiesenstück campieren, denn die Wahrscheinlichkeit hier erwischt zu werden in der Regel sehr gering. In vielen Fällen wird hier auch nur ein Platzverweis ausgesprochen. Es kommt immer darauf an, wie man diese Situation erklärt und was genau der Grund des Wildcampens war. Wenn man nach einem 20 km Marsch keine Kraft mehr hatte, um einen Campingplatz zu finden, oder die Campingplätze nicht mehr erreichbar waren, muss man halt improvisieren.

Jedoch sollte man das ganze dann nur für eine Nacht machen und nicht ein Lager aufschlagen, um dort für eine Woche zu campieren. Hier werden Sie vermutlich erwischt und erhalten eventuell auch zusätzlich zur Geldstrafe noch eine Anzeige. Aber sollte man nur für eine Nacht z. B. von 20 Uhr bis 6 Uhr morgens sein Nachtlager aufgeschlagen haben, sollte alles gut gehen. Das ist natürlich keine Empfehlung.

Aber es gibt auch Bundesländer in Deutschland, an denen das Wildcampen unter bestimmten Bedingungen erlaubt ist. So darf man unter anderem in Brandenburg und Bremen wild campen. IN Brandenburg dürft ihr offiziell für eine Nacht mit eurem Zelt in der freien Natur übernachten – jedoch nicht auf Privatgrundstücken! In Bremen gibt es nur eine sehr geringe Anzahl an unbebauter Fläche, daher wurde nie ein eigenes Waldgesetz verabschiedet. Bedeutet, wenn Sie einen Schlafplatz finden in der freien Natur, dürfen Sie da min. für eine Nacht campieren.

Es gibt jedoch auch Alternativen und Möglichkeiten, um mit seinem Zelt oder seinem Biwak zu campieren – ganz legal und ohne die Gefahr eine Strafe zu bekommen. Dazu gibt es weiter unten in diesem Beitrag einen Abschnitt, in dem wir Empfehlungen aussprechen.


In welchen europäischen Ländern darf man Wildcampen? – Unsere 3 Empfehlungen

Auch wenn das Wildcampen an vielen Orten und in vielen Ländern verboten ist, gibt es natürlich auch Ausnahmen in der EU und diese Orte sollte man auch unbedingt besuchen und die Freiheit und die Nähe der Natur genießen. Unter anderem ist das Wildcampen in Finland, Norwegen und Schweden erlaubt. 

1# Skandinavien (Finnland, Norwegen & Schweden)

Das skandinavische Traumland gilt als das Paradies für Menschen, die eine unvergessliche Zeit in der Natur verbringen wollen. Aber auch hier gibt es einige Regeln zu beachten. Campingzelte müssen mindestens 200–300 Meter von Häusern entfernt aufgestellt werden. Wohnmobile und Campervans dürfen nur auf Parkplätzen oder an Stränden geparkt werden. Das Ganze liegt am „Jedermannsrecht“ und macht Skandinavien zu einem wahrlichen Wildcamper Paradies. Hier darf man sogar auf Privatgrundstücken campieren, solange es sich nicht um landwirtschaftlich genutzte Flächen handelt! Wir empfehlen jedoch nicht in Naturschutzgebieten oder Nationalparks zu biwakieren oder zu zelten, auch wenn es in der Regel erlaubt sein sollte, gelten hier oft strengere Regeln. Ansonsten gilt wie bereits erwähnt das Jedermannsrecht und man darf bis zu zwei Nächte campieren. Auch wenn wir überzeugt sind, dass man das nicht erwähnen muss, machen wir es trotzdem – Bitte zerstört nichts und hinterlasst auch keinen Müll!

2# Schottland

Schottland ist das einzige Land in Großbritannien, in dem Wildcampen erlaubt ist. Das Ganze wurde durch den sogenannten „Scottisch Outdoor Access Code“ geregelt. In diesem »Gesetz« ist das Verhalten in der schottischen Natur geregelt. Jedoch gibt es auch hier einige zu beachten. So darf man selbstverständlich nicht in Naturschutzgebieten oder auf Privatgrundstücken campieren. Ansonsten ist das Zelten für eine Nacht im wunderschönen Schottland, auch genannt, das Land der Highlander erlaubt. Somit steht einem fast nichts im Weg, wenn es heißt sich sein 1-Mann Zelt zu schnappen und den schönen Sonnenuntergang im paradiesischen Schottland anzuschauen, also worauf wartest du noch?

3# Estland, Lettland & Litauen

Auch in den schönen baltischen Staaten darf man Wildcampen, aber auch hier gibt es selbstverständlich Dinge zu beachten. So darf man auf keinen Fall in Nationalsparks und Naturschutzgebieten biwakieren oder zelten. Zusätzlich darf auch nicht auf Privatgrundstücken campieren. So wie überall im Leben gibt es jedoch auch Verhaltensgrundsätze, an die man sich halten sollte. So sollte man sich natürlich an die Lautstärke halten und keine Lärmbelästigung begehen, das stört nicht nur die Tierwelt, sondern kann dieser auch Schaden. Oder Sie stören andere Camper, Jäger oder im Allgemeinen andere Menschen. Es sollte auch tunlichst darauf geachtet werden, dass man seinen Müll wieder mitnimmt und diesen nicht liegen lässt und natürlich darf die Natur nicht zerstört werden!  Wenn Sie im Freien zelten wollen, informieren Sie sich unbedingt über die örtlichen Vorschriften, bevor Sie Ihr Lager aufschlagen, denn es kann zeitlich temporäre Anpassungen in den Gebieten geben, in den Sie sich niederlassen wollen. 

Es gibt in der EU noch weitere Länder, in denen man Wildzelten darf oder mindestens Biwakieren, aber für uns sind diese Orte am besten geeignet und die freie Natur dort ist einfach zu schön, um diese nicht hervorzuheben.

Uns ist sehr wichtig, dass Sie die Regionen sauber halten und nichts zerstören! Also falls Sie dort campieren möchten, halten Sie sich bitte an dieses Grundprinzip.


Warum ist Wildcampen in Deutschland verboten?

Das Campieren außerhalb eines Waldes ist in Deutschland nicht so richtig verboten, aber auch nicht wirklich erlaubt. Hier bestimmt das Landes- und Bundesgesetz in Deutschland, wo das Campieren erlaubt ist. Das Ganze ist abhängig vom Bundesland und sogar von den jeweiligen Gemeinden. Die Rechtslage selbst ist so undurchsichtig, dass man die Frage nicht richtig beantworten kann, warum das Campieren in Deutschland nicht erlaubt ist, oder besser gesagt, wo es erlaubt ist. Die Frage ist also nicht ganz so einfach zu beantworten, aber der Grund warum das Campieren verboten ist, ist kurzum einfach gesagt, weil es sich der Gesetzgeber so wünscht. Vermutlich liegt es daran, weil man Angst hat, dass dadurch die Natur und Tierwelt zerstört wird. Dieser Grund wäre für uns auch absolut nachvollziehbar und plausibel.

Das Zelten außerhalb eines Waldes ist also nicht ganz so einfach geregelt, anders sieht es jedoch in dem Thema aus, ob man in einem Wald zelten darf. Hier regelt das sogenannte Forst- und Waldgesetz der jeweiligen Bundesländer, ob man in einem Wald mit seinem Zelt schlafen darf und hier steht ausdrücklich für folgende Bundesländer, dass es NICHT! Erlaubt ist:

  • Baden-Würtetemberg
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Nordrhrein-Westfalen
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt

Bei den anderen Bundesländern muss man einen genauen Blick ins Landesnaturschutzgesetz und Wegegebot werfen. Ansonsten wird ein generelles Verbot zum Campieren in Naturschutzgebieten, Naturreservoirs, Nationalparks, Landschaftsschutzgebiete und landwirtschaftliche Nutzflächen ausgesprochen. 

Welche Strafen erwarten mich, falls ich beim Wildcampen erwischt werde?

Da das Wildcampen in Deutschland anscheinend eine rechtliche Grauzone zu sein scheint ist, es schwierig zu sagen, was es pauschal an Strafen gibt. Es gibt zwar ein Bußgeldkatalog, aber inwieweit der angewandt wird, sollte man erwischt werden, liegt vermutlich im Auge des Betrachters. Wo man erwischt wurde und wie die allgemeine Situation zu sein scheint, sprich, ob man nur für eine Nacht kurz kampiert hat, oder man Hausfriedensbruch begangen hat oder eine Sachbeschädigung. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit und man muss nur ein Verwarn- oder Bußgeld zahlen. In vielen Fällen wird nur ein Platzverweis ausgesprochen, wenn die Tat jedoch gravierender ist, können Bußgelder in Höhe von bis zu 5.000 ausgesprochen werden. Jedoch sind liegen die Kosten in den meisten Fällen bei 5 – 100 € – mehr zu diesem Thema finden Sie auf der Seite Bussgeldkatalog.org

Sie sollten auf keinen Fall in sehr offensichtlichen Bereichen Wildcampen, wenn es doch mal sein muss, versuchen Sie eine Schutzhütte aufzusuchen, hier ist zu erwähnen, dass es natürlich auch verboten ist in einer Schutzhütte zu campieren. Auch wenn das verboten ist, ist es dennoch besser als im Wald zu zelten. Alternativ sollten Sie genaustens prüfen, wie weit Sie von der Zivilisation weg sind. Wenn es doch mal sein muss wild zu campen, da Sie keine andere Möglichkeit haben, schauen Sie, dass das Zelt zu später Stunde erst aufgebaut wird und Sie sollten frühmorgens bereits das Zelt wieder einpacken!


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Welche Alternativen gibt es zum Wildcampen & wie finde ich den perfekten Spot um sicher zu (Wild)campen?

Es gibt natürlich auch legale Alternativen, die wir empfehlen können. Sie dürfen zum Beispiel überall in Deutschland biwakieren, wo Sie möchten. Das bedeutet, wenn Sie ein offenes Tarp haben, können Sie ihr Nachtlager damit nahezu überall aufschlagen. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Das biwakieren in einem Naturschutzgebiet oder auf einem Privatgrundstück ist nach wie vor verboten!

Wenn Sie aber nicht so der Fan von einem offenen Tarp sind, müssen wir also eine Möglichkeit haben, unser Zelt aufzuschlagen. Und hier kommen Onlinekarten und Apps zum Einsatz, in dem Freiwillige ihren Garten als Übernachtplatz anbieten. Aufgebaut sind diese Webseiten z.B. wie Google Maps. In vielen Fällen kann man hier kostenlos einen Übernachtungsplatz finden, sogar mit Nutzung der Toiletten. Aber auch hier muss man sich vorher anmelden. Aber das Ganze ist in unseren Augen sehr gastfreundlich. Obwohl viele ihren Garten auch kostenfrei anbieten, nehmen andere dafür Geld, was auch nachvollziehbar ist. Eine Alternative dazu wäre das Campen auf einem Campingplatz, auch hier, das ist eine legale Alternative zum Wildcampen. 

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Wo kann ich am besten mein Zelt aufschlagen oder Ärger zu bekommen?

#1 1nitetent.comUnsere Empfehlung

Auf 1nitetent.com/ finden Sie Hunderte von Privatpersonen zur Verfügung gestellte Stellplätze für Ihr Zelt. Wenn Sie also das nächste Mal auf einer Trekkingtour sind und einen Schlafplatz benötigen, schauen Sie unbedingt hier vorbei. Eventuell gibt es einen Garten, in dem Sie legal Wildcampen dürfen.

#2 zeltzuhause.de

Die zweite Seite, von der wir sehr angetan waren, ist zeltzuhause.de. Hier finden Sie traumhaft ruhige Zelt- und Stellplätze auf Privatgrundstücken, bei den Angeboten muss man aber auf jeden Fall zahlen, bei 1nitetent.com gibt es auch viele, die ihren Garten kostenlos anbieten. Das macht das Angebot aber nicht schlechter.

#3 Alpacacamping.de

Bei alpacacamping.de handelt es sich eher um einen Anbieter für Campingvans, aber auch als Wildcamper mit einem Zelt ist das Angebot sehr angenehm. Auch hier kannst du gerne mal vorbeischauen.

#4 campspace.com

Wie wäre es mit einem einzigartigen Outdoor-Abenteuer? Bei campspace.com finden Sie nicht nur Zeltplätze, sondern auch viele weitere Urlaubsmöglichkeiten im abenteuerlichen Campingstil. Eventuell finden Sie ja einen passenden Zeltplatz für Ihr nächstes Trekkingabenteuer.


Die richtigen Campingplätze finden – die legale Alternative zum verbotenen Wildcampen

Camping gehört zu den Aktivitäten, die Menschen gerne machen, weil sie dabei vom Alltag abschalten können. Allerdings gibt es bei der Wahl des Campingplatzes viele Dinge zu beachten. Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen, den besten Campingplatz für Sie zu finden.

1. Wählen Sie den Platz danach aus, was Sie während Ihres Aufenthalts tun möchten. Möchten Sie in der Nähe von Wasser campen? Oder möchten Sie einfach nur die Natur genießen? Vielleicht möchten Sie sogar einen Platz in der Nähe einer Stadt finden. Wenn Sie die Sterne sehen wollen, suchen Sie sich einen Platz fernab von Lichtverschmutzung.

2. Informieren Sie sich über die Wettervorhersage. Vergewissern Sie sich, dass Sie wissen, wie lange Sie dort zu bleiben gedenken. Wenn Sie keine Lust auf Regenschauer haben, sollten Sie sich den Wetterbericht ansehen.

3. Erkundigen Sie sich nach Empfehlungen. Ihre Freunde haben wahrscheinlich tolle Ideen, wo man campen kann. Vielleicht schlagen sie bestimmte Plätze vor, auf denen sie schon einmal waren.

Die besten Plätze zum Zelten liegen oft versteckt in abgelegenen Gegenden. Aber es ist gar nicht so schwer, den perfekten Platz zu finden. Mit unserer ReiseführerEmpfehlung entdecken Sie einige tolle Plätze, an denen Sie die Natur genießen können, ohne viel Geld auszugeben.

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