Ab wann Pilze sammeln? Und was benötige ich eigentlich an Utensilien?

Die Tage werden kühler und regnerischer und der Waldboden saugt sich voll mit kostbarem Regenwasser. Die immer noch kräftigen Sonnenstrahlen sorgen für Wärme und ein feuchtwarmes Gebilde legt sich über den schönen und elegant anmutenden Waldboden. Jetzt dauert es nicht mehr lang und die ersten Pilze werden aus dem Waldboden emporschießen und dem Pilzsammler volle Körbe bescheren. Aber wann Pilze sammeln und was benötigt man eigentlich zum Pilze suchen und welche Gefahren lauern im Wald oder doch eher in den giftigen Pilzen?

Heute stellen wir uns ein paar Fragen zum Thema Pilze sammeln und was du für deinen Besuch im Wald mitnehmen solltest, um die wertvolle Fracht auch ernten zu können. Das Wichtigste beim Pilze sammeln ist, dass du ganz genau weißt, welche Art du eigentlich sammelst und nicht wahllos alles in dein Körbchen tust, was dir der Boden des Waldes präsentiert. Denn es gibt auch bei uns in Deutschland unzählige Giftpilze zu finden, die erheblichen Schaden verursachen können oder im schlimmsten Fall sogar zum Tode führen.

Deshalb lautet die wichtigste Regel beim Pilze sammeln:

Sei dir zu 100 % sicher, einen essbaren, genießbaren Pilz eingesammelt zu haben.

Nur so hast du immer Spaß und Freude an deiner neuen Passion, dem Pilze sammeln.


Ab wann Pilze sammeln und zubereiten?

Die Hauptsaison für Pilze ist zwischen September und Oktober und damit auch die beste Zeit in die Pilze zu ziehen und satte Körbe zu füllen. Natürlich wachsen Pilze das ganze Jahr lang und je nach Gattung können sie zu jeder Jahreszeit gesammelt werden. Die beliebteste Art der Zubereitung ist, die Pilze mit etwas Butter oder Öl in der Pfanne zu braten. Selbstverständlich kannst du die Pilze auch in Suppen, Eintöpfen oder Aufläufen zum Ausdruck bringen.

Tipp: Putze die Pilze am besten schon sorgsam im Wald direkt nach dem Sammeln. Das spart nicht nur Zeit, sondern offenbart mitunter verstecke Maden oder andere Lebewesen in den Pilzen. Sammel nur so viele Pilze, wie du wirklich benötigst und lasse den Lebewesen im Wald einige stehen. Große Exemplare sind meistens schon von der Konsistenz sehr weich und nicht mehr genießbar – Lasse sie stehen!


Pilze sammeln – Aber welche? Woher weiß ich, welche essbar sind?

Pilze sammeln kann schnell überfordern wenn man nicht weiß welche essbar und welche ungenießbar oder sogar giftig sein könnten
Essbare und genießbare Pilze muss man einwandfrei bestimmen können, andernfalls kann es zu lebensgefährlichen Vergiftungen kommen.

Um Pilze eindeutig identifizieren zu können, solltest du dir unbedingt die Merkmale verschiedenster Pilze aneignen. Hier gibt es tausende verschiedene Merkmalskombinationen, denn jeder Pilz sieht nicht nur unterschiedlich aus, sondern kann auch diverse Geruchskombinationen bieten. Solltest du Leihe auf dem Gebiet des Pilze sammeln sein, kann man sich schnell überfordert fühlen und die Motivation verlieren. Heutzutage gibt es viele verschiedenen Fachbücher im Handel zu erwerben, zusätzlich gibt es Apps, die dich in die richtige Richtung weisen können oder sogar geführte Pilzlehrgänge mit Experten. Um dich langsam an das Thema heranzutasten, kannst du auch ohne die Intention Pilze sammeln zu wollen schauen, was der Waldboden an Varianten zu Verfügung hat, um dir im Vorfeld schon einmal einen Eindruck einzuholen.

Nach einiger Zeit wirst du immer sicherer im Umgang mit Pilzen werden und die genießbaren von den ungenießbaren oder gar giftigen Pilzen unterscheiden können. Erwähnenswert ist, dass essbare Pilze oftmals giftige „Doppelgänger“ haben können, die sich verteufelt ähnlich sehen können. Deshalb sei dir unbedingt sicher, bevor du sie zubereitest. Von dem Verzehr von rohen Pilzen kann man im übrigen nur abraten!

Pilze richtig bestimmen lernen!
  • Informiere dich anhand von Fachliteratur, welche Pilze essbar sind. Unser Vorschlag: Essbare Pilze und ihre giftigen Doppelgänger*
  • Nehme an geführten Pilz Lehrgängen teil und erfahre vor Ort von einem Experten alles, was du wissen musst, um sicher Pilze bestimmen zu können und zu lernen.
  • Nutze eine Pilzbestimmungsapp, um dich zu orientieren, um welche Art von Pilz es sich handeln könnte. (Nicht blind auf das Ergebnis vertrauen, sondern immer mit vielen Faktoren von Fachbüchern abstimmen!) Vergiftungsgefahr nicht ausgeschlossen.
Essbare Pilze und ihre giftigen Doppelgänger
Essbare Pilze und ihre giftigen Doppelgänger*

Pilze sammeln macht Freude, aber es ist auch Vorsicht vor Verwechslung geboten. Deshalb werden in diesem Pilzführer die Speisepilze ihren ungenießbaren oder giftigen Doppelgängern direkt gegenübergestellt. Die Spiralbindung mit zwei Buchblöcken ermöglicht den direkten Vergleich. Alle wichtigen Unterscheidungsmerkmale wie Lamellenform und -farbe oder der Geruch werden in Text und Bild genau beschrieben. Wer diese wertvolle Bestimmungshilfe dabei hat, sammelt entspannt und sicher und trägt bestimmt keinen Gallenröhrling im Steinpilzkorb nach Hause.

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Zuletzt aktualisiert am 1. Februar 2023 um 06:00 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Welche Utensilien benötige ich zum Sammeln von Pilzen

Der Fliegenpilz zählt zu den giftigen Pilzen.
Der Fliegenpilz zählt zu den giftigen Pilzen und darf nicht verzehrt werden.

Du benötigst einen Korb oder Behälter zum Sammeln der Pilze sowie ein Messer, um sie vom Stiel abzuschneiden. Wasche dir nach dem Sammeln der Pilze unbedingt die Hände und alle verwendeten Werkzeuge, um Verunreinigungen zu vermeiden. Je nach Wetterlage solltest du auf regenfeste Kleidung setzen und darauf achten, dass deine Schuhe eine gewisse Trittsicherheit mit sich bringen, um Verletzungen vorzubeugen, die beim Umknicken auf dem rutschigen oder unebenen Waldboden entstehen können, zu vermeiden.

Manchmal ist es sinnvoll, stabile Wanderschuhe zu tragen. Solltest du absehen können, wie lange deine Exkursion im Wald andauern wird, denke an Proviant wie Wasser oder an etwas zu essen, etwa in Form von kleineren Snacks. Pilze sammeln macht nicht nur Spaß, sondern macht auch hungrig. Verbinde also das Pilze sammeln mit einem schönen Ausflug im Wald mit deiner Familie oder deinen Freunden. Achte unbedingt darauf, dass du das Terrain gut kennst oder besser gesagt zurückfinden kannst, ohne dich zu verlaufen.

  • Korb oder Behältnis wählen
  • Messer zum Abschneiden und Säubern des Pilzes mitbringen
  • ggf. eine Pilzbürste zum Säubern
  • Proviant wie Wasser oder kleine Snacks
  • Witterungsgerechte Kleidung wählen
  • festes Schuhwerk

Fazit zum Pilze sammeln

Stein Pilze sammeln macht spaß
Steinpilze und Maronen sind Pilze, die leicht zu bestimmen sind, gut schmecken und meistens in großer Zahl wachsen.

Wir sammeln in unserer Umgebung am liebsten Steinpilze, Maronen oder Pfifferlinge. Nicht nur, weil diese uns am besten schmecken, sondern da wir sie auch sicher zuordnen können. Natürlich haben wir bereits einige Male Ausschau nach weiteren Exemplaren gehalten, uns aber noch nicht getraut diese einzusammeln oder gar zu verspeisen. Wir sind uns aber sicher, dass auch hier eines Tages der Zeitpunkt kommen wird, diese Gattungen mit in unseren Waldspeiseplan mit aufzunehmen. Es ist tatsächlich auch keine Schande, wenn du eine Art nicht zu hundert Prozent bestimmen kannst. Beim Pilze sammeln ist die oberste Priorität die Sicherheit! Lasse daher unbekannte Pilze einfach stehen und bewundere stattdessen ihre Schönheit. Ab und wann verbinden wir bei unseren Outdoor Aktivitäten auch das Wandern mit dem Pilze sammeln, denn oftmals finden sie sich auch am Wegesrand.

Wenn du diese einfachen Tipps befolgst, kannst du das Pilzesammeln als eine sichere und unterhaltsame Aktivität für die ganze Familie sehen. Denke nur daran, beim Sammeln vorsichtig zu sein und nur solche Pilze zu nehmen, von denen du sicher weißt, dass sie zum Verzehr geeignet sind. Mit ein wenig Wissen und Vorbereitung kannst du all die köstlichen Leckerbissen, die der Wald zu bieten hat, getrost genießen. Guten Appetit!

Dein Team von Survivalguru.de

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